
Der Ausbau der S6-Strecke war die größte Baumaßnahme in Eschersheim seit Jahrzehnten – und eine enorme Zumutung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Jahrelange Baustellen, Lärm, Staub und Umwege prägten den Alltag. Besonders gravierend war die gleichzeitige Schließung aller Eisenbahnunterführungen von 2021 bis Anfang 2025.
Das sind die Folgen:
Trotz dieser Belastungen verweigerte die Deutsche Bahn über Jahre hinweg eine öffentliche Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die letzte Informationsveranstaltung fand 2017 – vor Baubeginn – statt. Danach wurde ausschließlich hinter verschlossenen Türen mit dem Ortsbeirat gesprochen. Das haben wir nicht hingenommen und eine öffentliche Informations-veranstaltung eingefordert.
Barrierefreiheit darf kein Luxus sein. Wir haben immer deutlich gemacht: Barrierefreiheit ist kein „Extra“, sondern Voraussetzung für Teilhabe.
Die Schiebeleisten sind bereits montiert, leider gab es zu den beidseitigen Aufzügen oder alternativ einer Querungsmöglichkeit auf der Brücke eine ablehnende Stellungnahme des Magistrats. Auf Kosten von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die nun längere Umwege in Kauf nehmen müssen.
Lachweg: Unverhältnismäßiger Umbau ohne Beweis
Die geplante Ersatzmaßnahme für den geschlossenen Bahnübergang im Lachweg lehnen wir entschieden ab. Statt einer sinnvollen Lösung soll:
All das ohne belastbare Verkehrszahlen, die diese massiven Eingriffe rechtfertigen.
Lärm, Erschütterungen und Verwahrlosung: Wir fordern Verantwortung
Nach Abschluss der Bauarbeiten meldeten Anwohner*innen der Niedwiesenstraße verstärkte Erschütterungen. Obwohl die Bahn verpflichtet war, schützende Maßnahmen umzusetzen, gab es widersprüchliche Aussagen. Erst durch unseren Druck wurden neue Messungen durchgeführt. Die endgültige Antwort steht noch aus – wir bleiben dran.
Die neue Schallschutzmauer mag technisch notwendig sein, hat aber zu Verwahrlosung und Angsträumen geführt. Müll, dunkle Ecken und ungepflegte Bereiche – insbesondere an Fußgängerwegen – sind nicht akzeptabel. Ein Stadtteil darf nicht zum reinen Funktionsraum degradiert werden.
Öffentliche Räume verdienen Respekt
Der Platz vor dem ehemaligen Bahnhof ist in einem beschämenden Zustand. Auch die verbliebene Fassade des Bahnhofs darf nicht weiter verfallen. Öffentliche Räume sind Visitenkarten eines Stadtteils.
Erfolge durch Beharrlichkeit
Trotz vieler Widerstände konnten wir konkrete Verbesserungen erreichen:
Diese Erfolge zeigen: Politischer Druck wirkt.
Ausblick: Große Aufgaben stehen an
Diese Projekte werden den Stadtteil erneut stark belasten. Wir werden sie kritisch, transparent und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger begleiten.