
Fünf Genossinnen und Genossen, die seit 50 Jahren SPD-Mitglied sind, drei seit 40 und zwei seit 25 Jahren: sie alle haben bei der Mitgliederehrung unseres Ortsvereins am Freitag, 11. September, Urkunde, Anstecknadel und Blumen erhalten. Geehrt wurden sie für ihr Durchhaltevermögen, ihr Engagement und ihre Treue in guten und schwierigen Zeiten.
Bei einem fröhlichen Abend mit Musik, gutem Essen, geschichtlichen Rückblicken und vielen bereichernden Gesprächen zeigte sich wieder einmal, wie sehr die SPD-Familie zusammenhält. Dabei gab es durchaus auch kritische Töne von der SPD-Stadtverordneten und langjährigen Fraktionsvorsitzenden in der Frankfurter Stadtversammlung, Ursula Busch. In ihrer Festrede betonte sie, dass die Partei vor allem durch die Menschen lebt, die gemeinsam für sozialdemokratische Werte einstehen. Ihr Einsatz sei heute notwendiger denn je. Die SPD sei gerade ein Sorgenkind, die Lage vielerorts alarmierend. Viele Menschen hätten kein Verständnis dafür, dass es keine vernünftige Erbschafts- und Reichensteuer gebe, aber Sozialleistungen gestrichen würden. Belastungen müssten aber gerecht verteilt werden, damit das Vertrauen in die Politik nicht gänzlich verloren gehe.
Ursula Busch rief aber auch dazu auf, nicht den Kopf in den Sand zu stecken: „Wir müssen von unten wieder stark werden und kontinuierlich sichtbar sein, nicht nur in den Wahlkämpfen.“ Vor den demokratischen Parteien in Deutschland liege ein langer, schwieriger Weg, ihn zu beschreiten sei aber wichtig für unsere Demokratie. Nur so könne es wieder gelingen, die Menschen zu überzeugen, sich für eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft einzusetzen, in der zu leben sich lohnt.